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Ablauf des Studiums

Das Studium an einer Universität unterscheidet sich deutlich von den typischen Lernformen an Gymnasien und anderen Schulen oder Fachhochschulen. Es zeichnet sich besonders dadurch aus, dass Studierende mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen und ihren Lernerfolg übernehmen. Das heißt, Studierende an einer Universität können selbstständig entscheiden, wann sie welche Vorlesungen besuchen, wann sie welche Prüfungen ablegen und welche Fachrichtung sie besonders stark vertiefen. Darüber hinaus können sie ihre Lernweise selbst festlegen: selbstständiges Lernen, Lerngruppen und der Besuch von Vorlesungen sind die verbreiteten Möglichkeiten des Lernens, aber keine verpflichtende Vorgabe.
Sobald man am KIT eingeschrieben ist, hat man prinzipiell Zugang zu allen Veranstaltungen aller Fakultäten, also auch außerhalb des eigenen Studiengangs. Ausnahmen bestehen gelegentlich hinsichtlich der Anzahl der verfügbaren Plätze oder eventuell erforderlichen Vorleistungen. Es ist durchaus gewünscht, dass Studierende über den Tellerrand hinaus blicken und sich interfakultativ vernetzen.

 

Struktur der Lehre

Die Lehre am KIT ist in Fächer, Module und Teilleistungen strukturiert. Im Bachelorstudium der Mechatronik und Informationstechnik stehen übergeordnet die drei Fächer “Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen”, “Überfachliche Qualifikationen” und “Vertiefung in der Mechatronik”. Die Fächer sind aufgegliedert in Module, in denen die fachlichen Inhalte zu speziellen Themen vermittelt werden, z.B. “Höhere Mathematik” oder “Technische Mechanik”. Im Vertiefungsfach können Module je nach Neigung individuell aus einer Liste ausgewählt werden, beispielsweise das Modul “Energietechnik”. Die Module der anderen beiden Fächer sind im Bachelorstudium fest vorgegeben. 
Die Module werden ihrerseits in Teilleistungen gegliedert. Beispielsweise besteht das Modul “Energietechnik” aus den beiden Lehrveranstaltungen “Elektroenergiesysteme” und “Hybride und elektrische Fahrzeuge”.


Alle Module werden im sogenannten Modulhandbuch eines Studiengangs beschrieben. Auf einer oder zwei Seiten finden sich dort Angaben zum Lehrenden, zum Inhalt, zu notwendigen und empfohlenen Voraussetzungen, zur Prüfung und vieles mehr. Es empfiehlt sich, dieses Modulhandbuch einmal herunterzuladen und in Ruhe zu studieren (Bachelor SPO16, Master SPO15, ältere siehe Downloads).
Die Teilleistungen eines Moduls werden auf unterschiedliche Weisen geprüft und bewertet. Es gibt schriftliche oder mündliche Prüfungen oder Prüfungen anderer Art, zum Beispiel praktische Leistungen. Der Großteil der Prüfungen ist benotet und trägt später beim Studienabschluss zur Endnote bei.
Der Arbeitsaufwand im Studium wird in Leistungspunkten (LP, englisch ECTS = European Credit Transfer System) angegeben. Jeder Leistungspunkt entspricht in etwa 30 Arbeitsstunden. Ein Bachelorstudium an einer Universität umfasst deutschlandweit 180 LP und das Masterstudium 120 LP. Bei jedem Modul ist im Modulhandbuch angegeben, wie vielen LP es entspricht. 

Das Masterstudium besteht aus den drei Fächern “Allgemeine Mechatronik”, “Vertiefungsfach” und “Interdisziplinäres Fach”. Die Module der allgemeinen Mechatronik sind weitgehend festgelegt. Für das Vertiefungsfach stehen derzeit 8 wählbare Vertiefungsrichtungen zur Auswahl, beispielsweise Fahrzeugtechnik, Energietechnik, Medizintechnik usw. Jede Vertiefungsrichtung besteht zu rund zwei Dritteln aus vorgegebenen Modulen und zu rund einem Drittel aus wählbaren Modulen, die der Vertiefungsrichtung fachlich nahe stehen.
Im interdisziplinären Fach können hingegen beliebige Module aus dem Angebot der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Informatik gewählt werden. Natürlich sind nur solche Module wählbar, die auch für das Masterstudium freigegeben sind. Auf diese Weise kann gerade das Masterstudium sehr individuell nach persönlichen Interessen gestaltet werden.

 

Klausuren

Am KIT werden Klausuren überwiegend in der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Semestern geschrieben. Die Termine sind so gelegt, dass man im Normalfall mindestens eine Woche Zeit zwischen zwei Prüfungen hat und sich somit gut auch jede Klausur vorbereiten kann. Je nach Wahl der Module kann dies allerdings dazu führen, dass nicht viel freie Zeit für einen Urlaub bleibt.
Im Allgemeinen haben Studierende die freie Wahl, in welchem Semester sie welche Prüfungen ablegen. Dadurch ist der Studienablauf flexibel und man kann auch Unterbrechungen, zum Beispiel für das verpflichtende Berufspraktikum, einplanen. Im Sinne eines möglichst effizienten Studienablaufs empfielt es sich aber, nicht allzu weit vom empfohlenen Studienplan abzuweichen. 
Eine wichtige Besonderheit stellen die Orientierungsprüfungen dar. Diese müssen innerhalb der ersten zwei Semester erstmals geschrieben und spätestens bis zum Ende des dritten Semesters bestanden sein.

Wird eine Klausur nicht bestanden, so besteht die Möglichkeit, diese innerhalb der beiden folgenden Semestern noch einmal zu wiederholen. Wenn der Zweitversuch dann auch erfolglos ist, gibt es noch eine Möglichkeit zur mündlichen Nachprüfung, die zeitnah zur Herausgabe der Klausurergebnisse erfolgt.
Sollte auch die mündliche Prüfung mit einem negativen Ergebnis enden, so kann ein Antrag auf Zweitwiederholung beim Prüfungsausschuss gestellt werden. Bei entsprechend aussichtsreichen Studienverlauf wird der erste Antrag in aller Regel positiv beschieden. Dies gilt allerdings nicht für die beiden Orientierungsprüfungen.
Ist eine Pflichtleistung endgültig nicht bestanden, so verfällt der Prüfungsanspruch und es kommt zur Exmatrikulation. Wichtig ist, dass man sich in diesem Falle bei keiner anderen deutschen Universität mehr für den Studiengang Mechatronik und Informationstechnik einschreiben kann. Auch verwandte Studiengänge, also zum Beispiel Elektrotechnik und Informationstechnik oder Maschinenbau sind in diesem Fall nicht mehr zugänglich.
Man lasse sich von dieser ausführlichen Darlegung jedoch nicht abschrecken. Auch wenn die Durchfallquoten bei einzelnen schriftlichen Prüfungen am KIT durchaus im Bereich von 20% bis 40% liegen können, so ist ein Studium vor allem mit Fleiß und kontinuierlichem Arbeiten für durchschnittliche Studierende gut zu bewältigen.

 

Vertiefungsbereich

Wie oben beschrieben können Studierende der Mechatronik und Informationstechnik selbst entscheiden, welchen Vertiefungsbereich sie wählen. Hierfür stehen ihnen 38 Leistungspunkte zur Verfügung. Die Anerkennung der Wahlmodule findet durch die Anmeldung der zugehörigen Prüfungsleistungen im Campus-Management-Portal statt. Es ist dafür kein persönliches Gespräch und auch keine Bestätigung durch das Bachelorprüfungsamt mehr notwendig.
Ausnahmsweise ist es auch möglich, Module zu wählen, die derzeit nicht im Modulhandbuch des Bachelors MIT genannt sind. Dazu ist aber eine Genehmigung durch einen der Ansprechpartner erforderlich. Diese prüfen, ob das Modul fachlich zum Bachelorstudium der Mechatronik und Informationstechnik passt.

 

Auf den Unterseiten finden Sie detaillierte Ablaufpläne für den Bachelorstudiengang Mechatronik und Informationstechnik nach den Studien- und Prüfungsordnungen von 2012 und 2016.